September 2021

Themen

  • Demokratie
  • Illustratives
  • Biografisches
  • Ungarns KJL
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Inhalte dieser Ausgabe

Illustratives

Zuerst scheint alles ganz einfach zu sein. Bilder in Sachbüchern sind sachlich. Soll heißen: Wir sehen eins zu eins, was im Buch geschrieben steht. Egal, ob die Zeichnungen locker hingeworfen oder fotorealistisch sind. Architektonisch genau ragen Bauwerke ins Bild, biologisch exakt treffen wir in der Natur auf Pflanzen und Tiere. Geht es um den Bauernhof, ist vom Traktor bis zu den Kühen alles da. Vielleicht lässt sich Sachliches aber noch anders umsetzen. Wir haben uns auf illustrative Spurensuche begeben. (Abb.: „Wolken, Luft und Sterne“ v. Juliette Einhorn u. Hélène Druvert, Gerstenberg)

Demokratie

Mehr denn je reagieren die Kinderbuchverlage auf das aktuelle Geschehen. Sei es Klimawandel, Nachhaltigkeit oder Seuchen der Welt. Diese Themenfokussierung zeigt sich diesen Spätsommer auch bei dem Thema „Demokratie“, schließlich ist Wahljahr. Und man hat das Gefühl: Ja, das über 2500 Jahre alte Thema hat in den aktiven Wort- und Aktionsschatz von Kindern aller Altersstufen Eingang gefunden. (Abb.: „How to Politik“ v. Livia Josephine Kerp, Dressler)

Biografisches

Reich ist das Angebot an Biografien, weshalb wir uns fokussieren auf den Bereich Comic/Graphic Novel rundum Menschen ohne Scheu, Neues anzupacken und Bahnbrechendes zu leisten. Wie Will Eisner, Erfinder der Graphic Novel. Oder Paare wie Beate und Serge Klarsfeld oder Alfred Hitchcock und Alma Reville, die ihre Talente bündelten. Bis heute berührt Virginia Woolf, oft ebenso zerrissen ist Penelope, Ärztin, Ehefrau, Mutter. Ihre Familie zum Thema macht Bianca Schaalburg. Doch los geht’s mit einem Denkmal. (Abb.: „Beate & Serge Klarsfeld“ v. Pascal Bresson u. Sylvain Dorange, Carlsen)

Künstler*in des Monats

Tim Möller-Kaya hat Illustration an der FH Hamburg studiert. Seit 1999 ist er hauptsächlich in der Werbung und im Editorial für Zeitschriften und Magazinen zu Hause. Zu seinen Auftraggebern gehören: Spiegel, Stern, Brigitte, GEO und Playboy. Er gehört darüber hinaus zur „Gründungsmannschaft“ des Familienmagazins „Warum!“, hat den Stil der Printausgabe mit seinen Illustrationen geprägt und ist auch heute noch bei Projekten mit dabei. Er lebt und arbeitet in Hamburg. (Abb.: © Tim Möller-Kaya)

Rubriken

  • Künstler*in des Monats: Tim Möller-Kaya
  • 4 Jungen, 4 Bücher: Streng geheim! von Eva Maus
  • Extra: Zensur in der Kinderliteratur? von Kristina Kocyba
  • Leseförderung: Sprache und Bücher ganz in Familie von Dagmar Bergs-Winkels
  • Aktuelles: Das war | Das ist | Das kommt
  • Die Besten 7 |Termine
  • Register | Impressum | Vorschau

Thema

  • Schau mal, was da krabbelt – Illustratives im Sachbuch von Roland Mörchen
  • IO Spot: Das narrative Sachbuch – Wissenschaft und Storytelling von Annika Siems
  • Auskommen miteinander und noch mehr von Christine Paxmann

Im Porträt

  • Filigran und knuffig – die Welt des Tim Möller-Kaya von Christine Paxmann
  • Von Fröschen und Mäusen und dem Geruch echter Farbe (Matthew Forsythe) von Maren Bonacker

Blickpunkt

  • Künstler, Persönlichkeiten und ein Denkmal – Biografisches in Graphic Novels von Heike Brillmann-Ede

Erlesen

  • PappBuch
  • BilderBuch
  • KinderBuch
  • Graphic Novel
  • JugendBuch
  • SachBuch

Esel des Monats

Baptiste Bouthier/Héloïse Chochois (Illu.):
9/11 – Ein Tag, der die Welt veränderte.
A. d. Frz. v. Ingrid Ickler. Mit Fotos im Anhang,
Knesebeck 2021, 144 S., ab 12

Alltag und Albtraum

(…) Es ist diese zeitliche Parallelität von Flug und Erinnerung, die Unmittelbarkeit schafft. Und die variantenreiche Szenenfolge weckt Gefühle von Atemlosigkeit, Entsetzen, Ohnmacht. Wir spüren ganz direkt Ausweglosigkeit, Leid, Todesangst. Und begegnen Menschen vor Ort, Opfern und Helfern. Ins Grau-Schwarz-Weiß mischen sich emotionale Farbakzente von Rot, Blau, Violett. Und das grell-grüne Taschenlampenlicht lässt die Dunkelheit – physisch und psychisch – umso undurchdringlicher wirken.
Baptiste Bouthier (Jg. 1987) arbeitet als politischer Journalist, Héloïse Chochois (Jg. 1991) hat wissenschaftliche Illustration studiert. In ihrer Graphic Novel spiegeln sie beinahe minutiös den schlagartigen Wechsel von Alltag in Albtraum. Vor allem hinterfragen sie das Danach: Den Antiterrorkampf. Die Kriege in Afghanistan und im Irak. Das Straflager Guantánamo, das auch Obama nicht schließen konnte. Sie thematisieren das Schicksal des Whistleblowers Ed Snowden. Vergegenwärtigen die Terroranschläge in Madrid, Paris, Brüssel. Hat die Politik richtig gehandelt? Wie ist die Rolle der Geheimdienste zu bewerten? Wie der rigorose Eingriff in die Gesetze? Unsere Demokratie ist in Gefahr, denn eins greift ins andere. Lesenswert!
Heike Brillmann-Ede

(mehr dazu im Eselsohr 09/2021, S. 26)

Rückschau August 2021