Mai 2026

Themen

  • Messe Bologna
  • Annabelle von Sperber
  • 100 Jahre James Krüss
  • Fußball
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Inhalte dieser Ausgabe

Eskapistische Messe

Wer von der Buchmesse Bologna auf den Zustand der Welt schließen wollte, hatte dazu mehrere Parameter. Fast 33 000 Fachbesucher ist die faktische Variante. Die Menge der aufgehängten Kontaktzettel im Eingangsbereich der Messe ließ einen vermuten, es wären 32 800 IllustratorInnen darunter. Tatsächlich glich das Forum des Messezentrums einem in Sturm geratenen Atelier. Sind Bilder das Mittel der Wahl in unübersichtlichen Zeiten? Oder will hier gegen die KI angemalt werden? (Foto: Bologna Children's Book Fair)

Mit Sausebahn ins Jubiläum

Am Nachmittag des 31. Mai 1926 kam auf Helgoland in einem weiß gekalkten Häuschen ein Kind auf die Welt, das der Hochseeinsel später schreibend mehrere Denkmäler setzen sollte. Zum Jubiläum huldigen ihm mehrere Verlage, indem sie altbekannte Texte in neuem Gewand herausbringen oder sogar bisher Unveröffentlichtes. Außerdem gibt es Neuerscheinungen, die Krüss’ Werke in seinem Geiste weiterspinnen. (Bild: Pina Gertenbach, Baumhaus)

Kaffee, Kunst und Kahlo

Die KI hätte es vermutlich schwer mit Annabelle von Sperbers Werk. Lässt sich doch ihr Stil nicht leicht erkennen. Zu unterschiedlich sind Technik und Grafik, zu weit gefächert ihre Themen. Manchmal unterstellt man ihr sogar „eine Weile weg vom Fenster gewesen zu sein“, dabei hat sie einfach einen Ausflug in eine neue Stilwelt gemacht, die nicht sofort als typischer „von Sperber“ auszumachen ist. Gut so, findet die Künstlerin, die auch schreibt und Komplettdesign übernimmt. (Foto: Silke Weinsheimer)

Fußballbücher zur WM

Kinder horten seit Wochen ihr Taschengeld für das ersehnte Panini-Album und besonders Leidenschaftliche berechnen haargenau die Zeitverschiebungen zwischen Mitteleuropa und den Austragungsorten in Übersee. Am besten lässt sich die Wartezeit aber überbrücken, indem man sich akribisch in die Materie einliest. Da gibt der Sachbuchmarkt sowie der erzählende allerhand her. (Bild: Susanne Göhlich, Thienemann)

Thema

  • Mit Sausebahn ins Jubiläum – James Krüss wird 100 und die Kinderbuchbranche feiert von Heike Nieder
  • Wunderliche Begebenheiten, die Anlass sein können, über die Möglichkeiten des Lebens nachzudenken von Christine Paxmann
  • Katzenaugen – Neuerscheinungen mit den beliebten vierbeinigen Einzelgängern von Susanna Wengeler
  • Die (angeblich) schönste Nebensache der Welt – neue Fußballbücher pünktlich zur Weltmeisterschaft von Mirjam Dauber

Blickpunkt

  • Unübersichtliche Zeiten und ein strahlendes Lächeln der Kreativen – wie eskapistisch ist die Kinderbuchmesse Bologna? von Christine Paxmann
  • Universalwissen für Kinder im illustrativen Superlativ – 30 Jahre Prestel Junior, 30 Jahre Doris Kutschbach von Christine Paxmann
  • Zehn Jahre Der Löwe in dir – das Erfolgsgeheimnis hinter der Reihe von Rachel Bright und Jim Field Interview von Heike Nieder

Im Porträt

  • Kaffee, Kunst und Kahlo – die wunderbar verschiedenen Stile der Annabelle von Sperber von Christine Paxmann

Erlesen

  • BilderBuch
  • KinderBuch
  • JugendBuch
  • SachBuch
  • Comic/Graphic Novel

Rubriken

  • Lesefüchse: Immer der Nase nach von Michaela Hanauer-Dietmaier
  • Besonders im Podcast: Auf der Ton-Spur von Lothar Sand
  • Freie MitarbeiterInnen dieser Ausgabe
  • Filmreif: Per Himmelsleiter ins Kinderglück – Enid Blytons Buchreihe Wunderweltenbaum im Kino von Tina Rausch
  • Aktuelles: Auszeichnungen | Preise | Ausschreibungen |Ausstellungen
  • Vorschau
  • Register
  • Impressum

Esel des Monats

Josephine Mark: Red. Kibitz 2026, 248 S., ab 12, € 26,00

Bester Comicthrill mit Neubeginn kuriosem Gespann

Woaaah! Es saust ein verzweifeltes Hundchen durch die Nacht, verfolgt von zwei fiesen Waschbären. Und landet im Haus einer verschrobenen Alten. Die ihn nur nicht wieder rauswirft, weil ein Gewitter tobt. Die Vorgeschichte dazu: Eine ominöse Einsatzfahrt mit wirrem Kommissar, seltsamem Doc und resoluter Tante zu nacktem Toten im Schnee. In ihrem neuen Werk Red strickt die versierte Comickünstlerin Josephine Mark die Plotstränge zu einem rasanten Schmöker mit Witz, Tiefgang und gewohnt viel Empathie für lädierte Tiertypen. Wo sie mit Murr (Zwerchfell 2021) einen eigenwilligen Western und mit Trip mit Tropf (Kibitz 2022) ein irre komisches Roadmovie geliefert hat, serviert Mark nun einen komplexen Thriller, den man sich nach verblüffendem Showdown gleich wieder zu Gemüte führt. Jetzt erst werden einem all die geschickten Kniffe bewusst. Ruth Rousselange

Rückschau April