Juni 2026

Themen

  • Marlene Droop
  • Lyrik
  • Sommerschmöker
  • Jubiläen
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Inhalte dieser Ausgabe

Illustration von Lyrik

Die Cowboywachtel balanciert auf dem Keks. Daneben stapeln sich fünf Strophen zu einem Gedicht über cowboykekse. Was aber hat die Wachtel damit zu tun? Rotraut Susanne Berner hat sie gezeichnet, zusammen mit etlichen weiteren, sie schmücken den Kinderlyrikband von Arne Rautenberg, achtunddreißig wachteln kommen zum übernachteln. Die Wachteln rühren also vom Titel her. Darüber hinaus stehen sie für eine mögliche Herangehensweise an die Illustration von Gedichten. (Illu: Rotraut Susanne Berner, Peter Hammer Verlag)

Vom Digitalen ins Analoge

Marlene Droop sitzt gut gelaunt am Schreibtisch in ihrer Wohnung in Hamburg. Die 27-Jährige hat allen Grund zur Freude. Hat sie doch, noch vor Abschluss ihres Masterstudiums der Illustration an der HAW Ende dieses Jahres, bereits drei Bücher veröffentlicht, drei weitere folgen im nächsten und übernächsten Jahr. Auch einige Ehrungen wurden ihr bereits zuteil. (Foto: Stella Romm)

Sommer, Sonne, Schmökerstunden

Ob am Strand, im Schwimmbad oder auf dem Balkon: Lesen gehört zu den Sommerferien wie Schokoeis und Badengehen. Fünf Sommerschmöker für Kinder zwischen 8 und 10 Jahren aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm. (Illu: Cathrin Peterslund, Rotfuchs)

50 Jahre Akademie

Was haben Taylor Swift, Rainer Maria Rilke, rechtsextremistische Popmusik, Josef Guggenmos und Willi Weitzel mit Kinderliteratur zu tun? Überraschend viel. Und dass diese so unterschiedlichen Themen auf eine so inspirierende Weise zusammenkommen, ist der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zu verdanken, die anlässlich ihres Jubiläums zur Fachtagung Musik und Poesie in der Kinder-und Jugendliteratur in Zeiten der Krise in Volkach einlud. (Foto: Christine Paxmann)

Thema

  • Aufgeweckte Wachteln – Über den Spagat zwischen Festlegung und Offenheit bei der Illustration von Lyrik von Heike Nieder
  • Sommer, Sonne, Schmökerstunden – Kinderromane mit Ferienfeeling von Mirjam Dauber

Blickpunkt

  • Die Kunst, Kinderliteratur in einen gesellschaftlich relevanten Kontext zu stellen – und eine ziemlich einmalige 50-Jahr-Feier von Christine Paxmann
  • Jubiläen in München von Christine Paxmann

Im Porträt

  • Der Ueberreuter Verlag wird frische 80 Jahre – wie ein Familienunternehmen sich für die Zukunft aufstellt von Christine Paxmann
  • Vom Digitalen ins mehr und mehr Analoge – ein Baustein des Erfolgs der jungen Künstlerin Marlene Droop von Heike Nieder
  • Die Ferdinand-Lutz-Methode: Oder wie aus Talent und Begeisterung Geschäftsmodelle werden von Christine Paxmann

Erlesen

  • PappBuch
  • BilderBuch
  • KinderBuch
  • JugendBuch
  • SachBuch
  • Graphic Novel

Rubriken

  • Lesefüchse: Alle können Ritter sein von Michaela Hanauer-Dietmaier
  • Neues im Hörbuch: Schritt für Schritt, wir wachsen mit von Lothar Sand
  • Demokratie im Fokus: „Lasst sie doch mal machen“? von Harald Parigger
  • Freie Mitarbeiter dieser Ausgabe
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Esel des Monats

Kim Crumrine/Markus Weber (Übers.): Der kleine rote Stall. A. d. Ital., Moritz 2026, 36 S. ab 2, € 14,00

Simpel genial

Ja, die Zunft der PappenmacherInnen ist eine kleine, feine und es ist eben nicht damit getan, dass man ein paar Begriffe griffig ins Bild setzt und sie thematisch ein wenig fasst. Nein, man kann kleinen Kindern durchaus was zutrauen, schließlich müssen sie von Tag eins ihres Sauerstoffdaseins Zusammenhänge begreifen lernen. Also kann man ihnen auch eine ganze Geschichte erzählen. Selten ist das so punktgenau gelungen wie in Der kleine rote Stall. Was man zunächst zu kennen glaubt, ist die alte Geschichte von einem scheinbar (zu) kleinen Ding (Handschuh, Teekanne, um bei den Vorbildern aus dem osteuropäischen Märchengut zu bleiben), in das unglaublich viel hineinpasst, einfach weil Wille Berge versetzt oder eben aus Teekannen Gummizellen macht. Im kleinen roten Stall watscheln, hoppeln, klappern hintereinanderweg von einem bis zehn Exemplare alle möglichen Bauernhoftierchen. Eine freundliche Stimme aus dem Off kommentiert den Andrang: „Keine Frage! Machts euch gemütlich!“ und die allesamt wahnsinnig sympathischen Tiere folgen brav. Wer genau hinschaut, merkt, dass wirklich keines gleich ist. Nein, hier herrscht kein schafsdoofer Gruppendruck, hier wollen einfach alle miteinander den Tag im Stall ausklingen lassen. Was dann allerdings lösungsseitig angeboten wird, ist ein reizender Gag, der sicherstellt, dass dieses Buch zu einem abendlichen Wiederholungstäter wird. Christine Paxmann

Rückschau Mai 2026