Juni 2022

Themen

  • Kinder stärken
  • Sonderbar & Besonders
  • Enkel & Großeltern
  • Ernährung
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Vorherige Ausgabe Mai 2022

Inhalte dieser Ausgabe

Mit Oma & Opa

Omas sind seltsame Wesen. Opas auch. Die sind aber seltener. Oma und Opa waren schon immer da, schon als Mama und Papa noch klein waren. Was ja auch schwer vorstellbar ist. Manchmal essen sie mit der Familie, manchmal sind sie fürs Kochen oder für die Hausaufgaben zuständig. Sie sind irgendwie erwachsen, aber doch ganz anders als Mama und Papa. Man kann mit ihnen ganz besondere Dinge erleben. Und dann sind Oma und Opa auf einmal nicht mehr da. Nie mehr! Und das alles ist in Kinder- und Jugendbüchern fast genauso. (Abb.: „Der Wunsch“ v. Antje Damm, Moritz)

Die Visionärin

„Change“ heißt das erste Kinderbuch von Amanda Gorman. Ihr eigener Wunsch, die Welt zu verändern, begleitet die junge amerikanische Lyrikerin und Aktivistin von klein auf. Weltberühmt wurde sie im Januar 2021 durch ihre Lyrikperformance von „The Hill We Climb“ bei der Amtseinführung von Joe Biden – 2036 möchte Gorman selbst zur US-Präsidentschaftswahl antreten. Bis dahin vermittelt sie in Büchern und Auftritten das politische Potenzial von Poesie. (Abb.: „Change“ v. Amanda Gorman u. Loren Long (Illu.)/Daniela Seel u. Joy Denalane (Übers.), Hoffmann und Campe)

Auf los!

Wenn ein Auftaktband zu einer Buchreihe begeistert, ist das super: Die Lesemotivation für den nächsten Band wird mitgeliefert und der Lese-Spaß kann weitergehen. Gerade für die Leseförderung ist das ein echter Hauptgewinn. Kein Wunder, dass Buchreihen so beliebt sind. Ich mag es, dass dort die Figuren mehr Zeit haben, sich zu entwickeln, und Handlungsstränge Raum für unerwartete Wendungen. Unter aktuellen Novitäten sind für jedes Alter Reihenstarts dabei. (Abb.: „Florentine Blix, Bd. 1: Tatort der Kuscheltiere“ v. Alice Pantermüller u. Daniela Kohl (Illu.), Arena)

Künstler*in des Monats

Hannes Binder, geboren 1947 in Zürich, studierte an der Kunstgewerbeschule Zürich. Nach Jahren in Mailand und Hamburg lebt er als freischaffender Illustrator in Zürich. Bekannt geworden ist er durch seine charakteristische Schabkarton-Technik. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Schweizer Kinder- und Jugendmedienpreis oder mit der Nominierung für den Hans Christian Andersen Preis. 2022 erhielt er den Kulturpreis des Kantons Zürich.
(Abb: © Hannes Binder)

Rubriken

  • Künstler*in des Monats: Hannes Binder
  • Besonders im Hörbuch: Drei Sommer auf einmal von Lothar Sand
  • Nachruf: „Seid mutig und frei!“ (Katja Kamm) von Karin Gruß
  • 4 Jungen, 4 Bücher: Jetzt geht’s los! von Eva Maus
  • Aktuelles: Das war | Das ist | Das kommt
  • Die Besten 7 | Termine
  • Register | Impressum | Vorschau

Thema

  • Mensch, Oma und Opa! Bücher über eine besondere Beziehung von Karl-Heinz Behr
  • Elefanten mit Flügeln – alles sonderbar besonders von Roland Mörchen
  • Der Mut zur Veränderung von Tina Rausch

Im Porträt

  • „Wenn ich nicht schabe, bin ich nicht glücklich“ (Hannes Binder) von Christine Paxmann
  • Geschichten mit Musik erzählen (Interview mit Ines Neuland) von Birgit Franz

Blickpunkt

  • Selbstliebe, Selbstbewusstsein, Kraft – Bilderbücher als Kraftpakete der inneren Stärkung von Bianka Boyke
  • Das darfst du leider nicht: Kinderbücher zu Unverträglichkeiten und Allergien von Alexa Sprawe

Extra

  • Extra: Ein Fest der Illustrationskunst von Margit Lesemann
  • Wer schreibt da? von Julia Süßbrich

Erlesen

  • PappBuch
  • BilderBuch
  • KinderBuch
  • JugendBuch
  • SachBuch

Esel des Monats

Ingrid Chabbert/Raúl Nieto Guridi (Illu.)/Maria Meinel (Übers.): Der Tag, an dem ich ein Vogel wurde. A. d. Span., Diogenes 2022, 40 S., ab 4

Poesie der Liebe

(…)
Langsam und ruhig entfaltet sich die wunderbar erzählte Geschichte der Französin Ingrid Chabbert Der Tag, an dem ich ein Vogel wurde mit markanten Zeichnungen des Spaniers Raúl Nieto Guridi. Dabei ist es so aufregend, sich zu verlieben, sein Herz zu verlieren und eines versuchen zu gewinnen. Der verliebte Junge ist Pragmatiker. Das Mädchen liebt Vögel, also wird er einer.
(…) Schritt für Schritt zeigt Chabbert das Innerste des Jungen, Guridi illustriert, was sich zuträgt. Wenige, prägnante Linien genügen Guridi zum Entfalten von Imagination. Malt das Mädchen auf dem Boden mit Kreide kein Hüpfspiel, sondern Vögel, werden die Linien weiß. Taucht sie tief in ihre Vogelwelt ab, schafft er ein Kaleidoskop von Silhouetten, Anatomien, Vogeldrucken und -bildern. Wie schwer das Kostüm des Jungen wiegen mag, dessen Federn auch mal ganze Seiten füllen. (…) Ungewöhnlich expressiv und so alters- wie zeitlos schön gibt sich das Bilderbuch von Chabbert und Guridi scheinbar einfach und ist doch hoch poetisch.
Ruth Rousselange

(mehr dazu im Eselsohr 06/22, S. 17)

Rückschau Mai 2022