August 2022

Themen

  • Wissenschaft & Technik
  • Erstleser Bilderbuch
  • Comic Held*innen
  • Brückenbauer Buch
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Vorherige Ausgabe Juli 2022

Inhalte dieser Ausgabe

Wissenschaft & Technik

Auch wenn nicht in jedem Buchtitel und auf jedem Sachbuchcover die Begriffe „Wissenschaft und Technik“ auftauchen, geht es doch in vielen aktuellen Publikationen um Inhalte, die in diese begriffliche Klammer passen. Angebote für alle Altersstufen decken einen weiten Interessensbogen ab und verlocken sogar jüngste Leser*innen zum Einstieg in eigentlich schwierige Themen. (Abb.: „Professor Albert und die faszinierende Welt der Elektrizität“ v. Sheddad Kaid-Salah Ferrón u. Ebi Naumann, Knesebeck)

Erstleser Bilderbuch

Was ist der Sinn der Erstleseliteratur? Ist es, flüssiges und sinnerfassendes Lesen zu fördern und ein positives Selbstkonzept zu ermöglichen? Durch erste Erfolgserlebnisse die Freude am eigenen Lesen zu vermitteln? Die Brücke zu schlagen zur ersten „richtigen“ Lektüre? Ja, und viel mehr. Doch dafür braucht es das geeignete Buch – und das ist manchmal gar nicht so einfach zu finden. Es lohnt sich daher, auch abseits der Erstleser zu stöbern. Denn im Bilderbuchregal warten verborgene Schätze, die viel bieten, was Leseanfänger:innen brauchen. (Abb.: „Allein zu Haus“ v. Barbara Nascimbeni, Tulipan)

Brückenbauer Buch

Brücken zu bauen durch den Austausch und das Kennenlernen der Kinder- und Jugendliteratur des jeweils anderen Landes ist das Ziel des Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreises, der in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen werden wird. Auf der Shortlist stehen je sechs deutsche und französische Kinderbücher. (Abb.: Souris, Maman! v. Émilie Chazerand u. Joëlle Dreidemy, Éditions Sabarcane)

Künstler*in des Monats

Annika Siems ist Illustratorin, Buchautorin, Dozentin und Editorin. Sie studierte an der HAW sowie an der École nationale supérieure des Arts décoratifs Paris mit den Schwerpunkten Buchkonzeption sowie Gestaltung, informative Illustration und Malerei, gefolgt von einem Master in Wissenschaftsillustration. Ihre eigenen Projekte konzentrieren sich auf Themen wie Nachhaltigkeit, Biodiversität und die Zusammenhänge komplexer Ökosysteme. Neben Verlagen gehören hauptsächlich Museen und Agenturen zu ihren Kooperationspartnern. Seit Kurzem arbeitet Annika auch als Editorin für die Minedition. (Foto: © Mia Takahara)

Rubriken

  • Künstler*in des Monats: Annika Siems
  • Nachruf: Lupinenblau, Tulpenrot, Ginstergelb (Binette Schroeder) von Christine Paxmann
  • Lesevielfalt: Das Bilderbuch als Erstleser von Andrea Dippel
  • Besonders im Hörbuch: Wo man hingehört: große Ferien, gute Gesellschaft von Lothar Sand
  • 4 Jungen, 4 Bücher: Spannend, lesemotivierend und „jungentauglich“ von Eva Maus
  • Aktuelles: Das war | Das ist | Das kommt
  • Die Besten 7 | Termine
  • Register | Impressum | Vorschau

Thema

  • Wissenschaft und Technik – kinderleicht angeboten! von Renate Grubert
  • Up, up to the sky – schon Klassiker flogen auf Wissenschaft & Technik von Roland Mörchen

Im Porträt

  • Annika Siems’ Illustrationen zum Abtauchen von Ruth Rousselange
  • „I always think of the reader, always, always.” (Jenny Jägerfeld) von Julia Süßbrich
  • „Die Bestie ist nicht tot“ (Interview mit Émile Bravo) von Siggi Seuß

Extra

  • Voilà, Kinderwelten zwischen Schwere und Lachen von Maren Partzsch
  • Lesen – (k)ein Thema auf der Bildungsmesse von Julia Süßbrich
  • Pictoric Illustrators Club – ein Künstler*innenkollektiv, das nicht erst seit dem 24. Februar 2022 gegen den Krieg malt von Christine Paxmann
  • Wer sind wir und wenn ja, wie viele? (avj-Jahrestagung) von Christine Paxmann

Erlesen

  • BilderBuch
  • KinderBuch
  • JugendBuch
  • Comic
  • SachBuch

Esel des Monats

Piotr Socha/Monika Utnik-Strugala/Dorothea Traupe (Übers.): Das Buch vom Dreck. Eine nicht ganz so feine Geschichte von Schmutz, Krankheit und Hygiene. A. d. Poln., Gerstenberg 2022, 216 S.,
ab 10

Dreck im Großformat

(…)
Mit Wow-Effekten und faszinierenden Fakten kurvt Das Buch vom Dreck in seiner „nicht ganz so feinen Geschichte von Schmutz, Krankheit und Hygiene“ durch die Weltgeschichte. Der Gruselfaktor ist inklusive, wenn es um die Gepflogenheiten am Hof des Sonnenkönigs geht: Dreck und Ungeziefer am ganzen Körper (Baden galt als ungesund) – Kot und Urin in allen Räumen.
Außerdem lesen wir höchst lebendig über dreckige Sprache, Badekultur von den alten Ägyptern bis heute, rituelle Reinigungen, Be- und Enthaarungsbräuche, das Saunieren in verschiedenen Kulturen, Zähneputzen, oder womit sich die Menschheit im Lauf der Geschichte schon den Hintern abwischte. Aber auch Irrglauben werden benannt, etwa die Unreinheit durch Menstruation oder die Instrumentalisierung der Sauberkeit im Dienst des Rassismus.
(…)
Piotr Socha hat alles kongenial illustriert; in teils opulenten doppelseitigen Wimmelbildern, in Panoramen mit genauesten Details (die Klostühle und Latrinen!), in Sprechblasen-Seiten berühmter Persönlichkeiten. Da rentiert sich das Großformat!

Anita Westphal-Demmelhuber

(mehr im Eselsohr 08/2022, S. 41)

Bulletin: Beilage in dieser Ausgabe

40 Jahre Eselsohr

40 Jahre ein Knickohr! Das Eselsohr sagt Danke!

Inhalt

Die heute 40-Jährigen nennt man Millennials oder Generation Y, noch präziser digital natives. Gut, die Anfänge des Eselsohrs waren nicht digital, sondern ziemlich analog, aber 1982 wurde auch erst der erste IBM Personal Computer fürs Wohnzimmer verkauft. Leisten konnte sich den nicht jeder, denn er kostete umgerechnet auf heutige Kaufkraft 8800 Euro und brachte es auf eine Speicherkapazität von 64 KB. Damit konnte man keine Eselsohrausgabe machen, schon gar nicht in Farbe, weshalb die Zeitschrift noch lange schwarzweiß blieb. ...

40 Jahre sind kein Pappenstiel in medialen Zeiten wie diesen, wo man weniger auf Pappe, denn digital unterwegs ist, und dennoch: Eselsohrleserinnen sind papieraffin, die Zeitschrift will in die Hand genommen werden, in Verlagen, in Bibliotheken, in Schulen, bei Leseförderinnen und vor allem auch im Ausland, allen voran die Schweiz, Österreich, Luxemburg, und in den Goetheinstituten dieser Welt oder deutschsprachigen Schulen auf allen Kontinenten.

Unser Dankeschön und mehr über die Geschichte des Eselsohr finden Sie in dieser Ausgabe.

Rückschau Juli 2022