April 2022

Themen

  • Natur & Umwelt
  • Nix gelernt? Geschichte
  • Warum Diversität?
  • Spieler*innen & Spiele
Kaufen Inhalte
Vorherige Ausgabe März 2022
Mai 2022 Nächste Ausgabe

Inhalte dieser Ausgabe

Natur & Umwelt

Wer sich auf die Suche nach den besonderen Sachbuch-Publikationen zum Stichwort Natur und Tiere macht, hat es in diesem Frühjahr schwer. Nicht, weil die Lupe gebraucht würde, um entsprechende Bücher zu finden, sondern weil sich die zur Auswahl stehenden Titel stapeln. Und zwar nicht nur diejenigen, die Besorgnis erregende Momente untersuchen. Das wiederum ist ein Glück, denn wir brauchen ein neues Bewusstsein für die Schönheiten unserer Erde! (Abb.: „Unser grüner Planet“ v. Leisa Stuart-Sharpe u. Kim Smith, cbj)

Warum Diversität?

Zur Entwicklung und Förderung diversitätsgerechter Kinder- und Jugendliteratur braucht es eine Betrachtung des Status quo und einen Abgleich mit gesellschaftlichen Realitäten. Bücher können und sollen vieles: Sie unterhalten, regen die Fantasie an, fördern Resilienz und Empathie. Ganz nebenher lernen junge Menschen aus Büchern aber auch die Ordnung aller Dinge, den Stellenrang und Stellenwert jedes Einzelnen. Kinder- und Jugendmedien sind ein wichtiger Bestandteil ihrer Sozialisation, ihres Weltwissens und -verständnisses. (Foto: © Jay Chen, unsplash.com)

Geschichte aktuell

Die Kinder des zweiten Weltkrieges sind alt geworden. Einige von ihnen, wie Hédi Fried (97) und Rina Finder (93), haben ihre Erlebnisse schriftlich verarbeitet. Die Ergebnisse dieser Trauer- und Kulturarbeit liegen dieses Jahr übersetzt auf Deutsch vor: Frieds Bilderbuch „Die Geschichte von Bodri“ und Finders Jugendbuch „Ich überlebte: Ein Mädchen auf Schindlers Liste“. Hinzu kommt Peter Sís’ jüngstes Bilderbuch „Nicky & Vera“, das ikonografisch eine neue Weltsicht auf den zweiten Weltkrieg eröffnet. (Abb.: „Die Geschichte von Bodri“ v. Hédi Fried u. Stina Wirsén, Bohem / „Nicky & Vera. Ein stiller Held des Holocaust und die Kinder, die er rettete.“ v. Peter Sís, Gerstenberg)

Künstler*in des Monats

Nastja Holtfreter, Tochter der Illustratorin Amelie Glienke (Kleiner Vampir), hat die Leidenschaft fürs Zeichnen bereits mit in die Wiege gelegt bekommen. Sie schreibt und illustriert am liebsten ihre eigenen Bücher, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Zudem entwirft sie Kartenspiele, Postkarten und vieles mehr. Nach ihrem Designstudium im Lette Verein in Berlin arbeitete sie einige Jahre in einer Medienagentur, bevor sie sich nach der Geburt ihrer zweiten Tochter selbstständig machte. Nastja lebt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Berlin. (Foto: © Joachim Gern)

Rubriken

  • Künstler*in des Monats: Nastja Holtfreter
  • 4 Jungen, 4 Bücher: Anders, als es scheint von Eva Maus
  • Besonders im Hörbuch: Drei Mal hoch! für die Nominierten beim Deutschen Hörbuchpreis von Lothar Sand
  • Besonders im Hörbuch: Im Namen der Kinder: Dieses Hörbuch ist das beste von Tanja Liebmann-Décombe
  • Blickpunkt: Gar keine Märchenonkels von Christine Paxmann
  • Spiele News: Gamer – Höhlenmenschen oder Lernende in einem besonderen Narrativ? von Ferdinand Paxmann
  • Kleinigkeiten fürs Osternest von Tanja Liebmann-Décombe
  • Aktuelles: Das war | Das ist | Das kommt
  • Die Besten 7 | Termine
  • Register | Impressum | Vorschau

Thema

  • Durch Lebensräume und Vegetationszonen von Renate Grubert
  • Natur + Tiere + Pappe = feiner Themeneinstieg für den Lesenachwuchs von Renate Grubert
  • Diese Suppe ess’ ich wohl von Mirjam Dauber
  • Gelungenes in Sachen Nachhaltigkeit von Renate Grubert

Im Porträt

  • Zuhause in einer bunten Welt – Nastja Holtfreters tierische Glücklichmacher von Sylvia Mucke

Extra

  • Diversität in ihrer Alltäglichkeit von Chantal-Fleur Sandjon
  • „Hitler hasste mich, obwohl er mich nicht kannte“ von Alexia Panagiotidis

Erlesen

  • PappBuch
  • BilderBuch
  • KinderBuch
  • SachBuch

Esel des Monats

Kristina Scharmacher-Schreiber/Lena Hesse (Illu.): Was ist Zuhause? Vom Wohnen, Leben, Weggehen und Ankommen. Beltz & Gelberg 2022, 74 S., ab 7

Mehr als nur vier Wände

Dass mehr im Begriff „Zuhause“ stecken kann als Schutz vor Wind und Wetter, hat man vielleicht schon geahnt. Dass es viel tiefer und emotionaler geht, dass es um Orte der Sicherheit und Wärme geht, die mit Menschen, Gerüchen, Geräuschen, Sprache und Ritualen zu tun haben. Wie jedes Kind weiß, Zuhause können ganz unterschiedlich sein; schon weil man bei der Oma länger aufbleiben darf oder beim Freund in der Küche spielt.
Dieses sehr erhellende Sachbuch hat sich bereits im Untertitel den feinstofflichen Zwischentönen angenommen: „Vom Wohnen, Weggehen und Ankommen“. Dabei kommt das Konkrete nicht zu kurz – und mit wie vielen erstaunlichen Aspekten! Da finden wir Entwicklungen, die mit Geld zu tun haben: Wohnformen, Eigentumsverhältnisse, Gentrifizierung, aber auch einen sehr kindgerechten Blick auf Höhlen und Verstecke, Decken- oder Baumhäuser. Und hatte man schon mal über den Umweltaspekt des Wohnens nachgedacht? (…) Sehr spannend auch, wie gesellschaftliche Themen – von der Obdachlosigkeit über die Arbeitsmigration bin hin zu Flucht vor Krieg, Gewalt, Armut oder Naturkatastrophen – angestoßen werden. Angesichts von Not- oder Behelfsunterkünften wird klar, dass man sich nicht immer aussuchen kann, wie man wohnt und ob man sich dort heimisch fühlt.
(…)
Anita Westphal-Demmelhuber

(mehr dazu im Eselsohr 04/2022, S. 31)

Rückschau März 2022
Mai 2022 Vorschau