April 2018

Themen

  • Sach- und Hörmedien
  • Familienbilder
  • Wege zur Vogelkunde
  • DJLP-Nominierungen 2018
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Vorherige Ausgabe März 2018

Inhalte dieser Ausgabe

Vielseitiges Sachbuch

Das Sachkinderbuch kann und bringt vieles, was wir hierzulande im Kinderbuch noch missen. Vielfältigkeit zum Beispiel hinsichtlich der dargestellten Familienbilder, jenseits der typischen Mittelschichtsfamilie. Kindersachbücher widmen sich den Standardthemen auf vielfältige Weise – mal eher sachlich, dann wieder ausgesprochen künstlerisch. Und sie erschließen immer wieder auch neue Themen bzw. findet neue, originelle Wege der Annäherung. In dieser Ausgabe enthält so manch eindrucksvolle Kostprobe ihres Könnens. (Abb.: „Susi Schimmel“ v. Leonora Leitl, Tyrolia)

Text zu Hörerlebnis

Wie wird aus einer Ansammlung geschriebener Texte, Sachinformationen und Bilder ein Hörstück, das gekonnt Hörspiel-Elemente mit Interview-Ausschnitten und Erklärtexten verknüpft? Das Eselsohr durfte im Headroom Verlag die Entstehung des Features über Nelson Mandela in der Reihe „Abenteuer & Wissen“ verfolgen. Wir haben Autorin und Regisseur genau auf die Finger geschaut und uns alles erklären lassen. (Abb.: „Nelson Mandela – Ein Leben für die Freiheit“ v. Berit Hempel u. Simon Kamphans, Headroom)

Kostprobe Norwegen

Im März wurde die Norwegerin Åsne Seierstad mit dem Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung geehrt. 2019 ist ihre Heimat Gastland auf der Frankfurter Buchmesse. Wir haben uns schon mal umgeschaut und mit Maja Lunde (Autorin des Welterfolgs „Die Geschichte der Bienen“) über ihr jüngst in deutscher Sprach erschienenes Jugendbuch „Battle“ gesprochen. (Abb.: „Battle“ v. Maja Lunde, Urachhaus)

Eselsohr-Galerie

Gerda Raidt, geboren 1975 in Berlin, studierte zunächst freie Grafik an der Burg Giebichenstein in Halle, bevor sie 1998 an die Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig wechselte und Studentin in der Klasse Illustration von Volker Pfüller wurde. Nach dem Diplom schloss sie bei Pfüller noch ein Meisterschüler-Studium an. Seit 2004 arbeitet Gerda Raidt als freie Illustratorin und Grafikerin. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Penzberger Urmel für „Fritzi war dabei“ (Klett Kinderbuch). (Foto: © Dandelion)

Rubriken

  • Eselsohr-Galerie: Gerda Raidt
  • Besonders im Hörbuch: Einen guten Job machen von Lothar Sand
  • Kalender: Summen an der Wand von Christine Paxmann
  • 4 Jungen, 4 Bücher: Und was machst du so? von Eva Maus
  • Kommentar: Heldenreise im deutschen Buchmarkt – höchste Zeit für Verlagsförderung! von Kathrin Köller
  • News, Termine
  • Die Buecherkinder lesen!/Die Besten 7
  • Vorschau/Register

Thema

  • Alle(s) stink normal! Kinder und ihre Familien von Sigrid Tinz
  • Tierisch gute Kunst von Kathrin Köller
  • IO Spot: Neugierde und Humor von Irmela Schautz
  • Natur mit Perspektivwechsel von Maren Partzsch
  • Federn, Stimmen und Lebensräume – viele Wege zur Vogelkunde von Julia Süßbrich

Im Porträt

  • Auf unspektakuläre Weise den richtigen Ausdruck finden – Gerda Raidt von Margit Lesemann
  • „Ein Buch für die Kinder von heute wie für die Kinder von damals.“ (Anke Bär) von Lisa Herden
  • Die richtigen Themen zur richtigen Zeit – Maja Lundes Jugendbuch von Christine Paxmann

Extra

  • Vom geschriebenen Text zum Hörerlebnis von Julia Süßbrich
  • Zwischen Vergangenheit und Zukunft: Deutscher Jugendliteraturpreis 2018 – die Nominierten
    von Sylvia Mucke
  • Bildergalerie: Leipziger Buchmesse 2018

Erlesen

  • Pappbuch
  • Bilderbuch
  • Kinderbuch
  • Jugendbuch
  • Sachbuch

Esel des Monats

Thomas Engelhardt/Monika Osberghaus/Susann Hesselbarth (Illu.): Im Gefängnis. Ein Kinderbuch über das Leben hinter Gittern. Klett Kinderbuch 2018, 96 S., ab 8, € 14,– (D), € 14,40 (A).
ISBN 978-3-95470-186-5

Hinter Gittern

Was passiert, wenn Papa oder Mama ins Gefängnis müssen? Was bedeutet das für die Kinder? Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus haben sich mit Im Gefängnis dieses wichtigen Themas (das relevanter ist, als so mancher vielleicht glauben mag) angenommen und damit eine große Lücke geschlossen. Denn bisher suchte man ein solches Kindersachbuch vergeblich.
Es erzählt die Geschichte von Robert und seiner Tochter Sina. Um Spielschulden zu begleichen, überfällt Robert eine Tankstelle und wird dafür zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. (...) Der Leser begleitet Sina und ihren Vater vom ersten Hafttag bis zu seiner Entlassung. In Sachtexten werden die wichtigsten Abteilungen und Vorschriften eines Gefängnisses verständlich präsentiert, sodass der Leser einen guten Einblick in das Leben hinter Gittern bekommt. Darüber hinaus wird der Blick immer wieder auf Sina und ihren Vater gerichtet, die in Briefen oder Gedankeneinblicken erzählen, wie sie mit der Situation zurechtkommen.
(...) Man merkt dem Ganzen eine intensive Recherche in Gefängnissen und Gesprächen mit betroffenen Kindern wie Eltern an. Die Illustrationen sorgen auch über den Text hinaus für eine lebendige Veranschaulichung. Entstanden ist nicht nur ein bedeutsames, sondern auch ein (nicht nur für Betroffene) spannendes Kinderbuch. Ein Kinderbuch, das man allen, die diese Erfahrung durchmachen müssen, in die Hand geben möchte. Und nicht nur diesen.
Elisabeth Böker

(mehr dazu im Eselsohr 04/18, S. 24)

Rückschau März 2018