Mai 2018

Themen

  • Bots und Dinos
  • Kitsch & Kunst
  • KJL-Trends gesucht
  • aktuelle Versromane
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Vorherige Ausgabe April 2018

Inhalte dieser Ausgabe

Bots und Dinos

Sie sind Klassikerthemen des sogenannen Jungenbuchs. Wir haben uns mal umgesehen, was die Roboter der Kinderliteratur alles draufhaben und was sie mit den in unserem Alltag inzwischen allgegenwärtigen Robotern noch gemeinsam haben. Dazu kommt das Neueste in Sachen der partout nicht totzukriegenden Dinosaurier, die auch noch 65 Millionen Jahre nach ihrem Aussterben ungebremst über Buchseiten geistern. (Abb.: „Orbis Abenteuer – ein kleiner Roboter büxt aus“ v. Thomas Christos, illustr. v. Barbara Scholz, Fischer KJB)

Kitsch & Kunst

„Kitsch und Kunst!“ oder „Kitsch oder Kunst!“, das ist hier in gewisser Weise die Frage. Was ist Kitsch? Was ist Kunst? Muss beides einander zwangsläufig ausschließen? Wir haben uns auf Spurensuche begeben. Eines ist sicher – beides bewirkt etwas in uns. Es kann starke (nicht immer schöne) Gefühle auslösen. (Abb.: „Etwas von den Wurzelkindern“ v. Sibylle von Olfers, Esslinger)

Trends gesucht

Hat jemand einen Trend gesehen? „Ja, bitte mehr Kinderbücher, denn Jugendbuch geht an Netflix verloren!“ Tatsächlich thematisierte auch die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen in ihrer Rede zum Auftakt der Buchmesse in Bologna den eklatant spürbaren Rückgang von jugendlichen Lesern ab 12. Dass jahrelang genau diese Zielgruppe als Heilsversprechung für die Kinder- und Jugendliteratur gesehen wurde, darüber schweigt man diskret. Zu viel von allem da und zu wenige, die das alles weglesen sollen? Was ist los? (Abb.: Deutscher Gemeinschaftsstand in Bologna, © Sylvia Mucke)

Eselsohr-Galerie

Dorota Wünsch wurde 1962 in Lodz (Polen) geboren. Nach einem Studium an der Kunstakademie Lodz kam sie über ein Gaststipendium nach Deutschland und studierte Kunst an der Universität Mainz. Nach dem Studium arbeitete sie als freie Künstlerin. Seit 2003 illustriert sie Bücher für verschiedene Verlage. Sie entwirft Plakate und arbeitet auch als Bühnenund Kostümbildnerin für das Kinder- und Jugendtheater „Überzwerg“ in Saarbrücken. Dorota Wünsch lebt in Saarbrücken. Sie hat drei mittlerweile erwachsene Kinder. (Foto: © privat)

Rubriken

  • Eselsohr-Galerie: Dorota Wünsch
  • Im Porträt: Von der Freiheit beim Illustrieren – die unkonventionelle Bilderwelt der Dorota Wünsch von Karin Gruß
  • Kalender: Nie erwachsen von Christine Paxmann
  • Leseförderung: Jugendbücher verzweifelt gesucht! von Frank Sommer
  • Verskunst: Versromane – neue Impulse für die Jugendliteratur von Kathrin Köller
  • News, Termine
  • Die Buecherkinder lesen!/Die Besten 7
  • Vorschau/Register

Thema

  • Robbi, Eddi und Beta-Sam-Tex von Sigrid Tinz
  • Dinosaurier – eine Welt der Superlative von Renate Grubert 8
  • 4 Jungen, 4 Bücher: Chaoten, Diebe, Lausbuben und Lügner von Eva Maus

Blickpunkt

  • Kitsch, Kunst, oder was? von Roland Mörchen
  • Die Kunst steht kopf – neue Bilderbücher rund um die kleine und die gro§e Malerei von Roland Mörchen
  • Fruchtig-blumige Heldinnen von Julia Süßbrich

Extra

  • Im Vorfeld der Buchmesse von Christine Paxmann
  • Was pfeifen die Trendspatzen von den Dächern in Leipzig und Bologna? von Christine Paxmann

Erlesen

  • Pappbuch
  • Bilderbuch
  • Hörbuch
  • Kinderbuch
  • Jugendbuch
  • Sachbuch

Esel des Monats

Philip Kerr/Regina Kehn (Illu.): Friedrich der große Detektiv. A. d. Engl. v. Christiane Steen
Rowohlt 2017, 251 S., ab 12, € 14,99 (D),
€ 15,50 (A), SFr 21,90. ISBN 978-3-499-21791-3

Tolle Kästner-Hommage

Wer auf actionreiche Handlung und jugendsprachlichen Jargon setzt, wird hier nicht auf seine Kosten kommen. Wohl aber alle die Leserinnen und Leser, die es schätzen, wenn der Autor oder die Autorin es etwas ruhiger angehen lässt und sich für die Entwicklung der Story Zeit nimmt.
Philip Kerrs Friedrich der große Detektiv, liebevoll ausgestattet und von Christiane Steen kongenial ins Deutsche übertragen, spielt zu Beginn der NS-Zeit in Berlin. Friedrich Kissel, 13 Jahre alt, lebt zusammen mit seiner Familie im eher wohlhabenden Stadtteil Charlottenburg – in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Schriftsteller Erich Kästner, mit dem Familie Kissel befreundet ist und dessen Jugendroman Emil und die Detektive Friedrich bereits zwanzig Mal verschlungen hat.
Präzise und zugleich einfühlsam schildert Kerr, wie sich das Leben seines Protagonisten angesichts der von den Nationalsozialisten betriebenen Gleichschaltung 1933/34 verändert (...).
Überaus lesenswert ist dieser Jugendroman des jüngst verstorbenen britischen Autors allemal, auch für Erwachsene. Gesteigert wird der Spaß, wenn man sich die Zeit nimmt und zuvor oder im Nachhinein (noch einmal) Kästners Emil und die Detektive liest.
Tomas Unglaube

(mehr dazu im Eselsohr 05/18, S. 22)

Rückschau April 2018