Oktober 2018

Themen

  • Feminismus als Trend
  • KJL Neuseelands
  • Umweltschutz & Buchbranche
  • Klassiker wiederentdeckt
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Vorherige Ausgabe September 2018

Inhalte dieser Ausgabe

Neuer Feminismus

Genreübergreifend setzt das Jugendbuch in diesem Jahr auf feministische Themen. Frauen und Männer schreiben Bücher für Jugendliche, die ermuntern, sich mit weiblichen Vorbildern, Geschlechterrollen und Sexismus in seinen verschiedenen Spielarten auseinanderzusetzen. Die Bücher tun das auf so vielfältige Weise, dass man Eltern, Lehrer, Jugendliche direkt dazu auffordern möchte: Kauft diese Bücher! Ermutigt euch! Und macht damit eurerseits den Verlagen Mut, weiterhin solche Bücher zu verlegen. (Abb.: „Power Women“, arsEdition)

Ökologisch lesen?

Dürresommer, Dieselfeinstaub, Meere voller Plastik – die Ökologie ist und bleibt ein Thema. Auch weil es schwierig ist, das große Ganze richtig zu machen. Je kleiner der Fokus, desto genauer kann man hinschauen. Und wir tun das natürlich mit dem Buch. Zehntausende Bäume jährlich werden nur für die deutschen Bücher verbraucht, eine Tonne Papier zu produzieren verbraucht etwa so viel Energie wie die Produktion einer Tonne Stahl. Dazu kommen Druckfarben und andere Chemikalien, der Vertrieb mit Diesel-LKW und so weiter. (Foto: © Sylvia Mucke)

KJL Neuseelands

Das Inselreich im Südpazifik hat eine große Kinderbuchkultur. Jedes Jahr erscheinen etwa 2000 neue Bücher auf dem neuseeländischen Buchmarkt. Der New Zealand Book Council berichtet in seinem Report 2017 von guten Leseinitiativen, aber auch von 40 Prozent erwachsener Neuseeländer, die funktionale Analphabeten sind. Umso mutiger erscheinen die Produktionen kleiner unabhängiger Kinder- und Jugendbuchverlage. In diesem Eselsohr nehmen wir sie mit auf einen Rundgang durch die neuseeländische Kinderbuchlandschaft. (Abb.: „Moo and Moo and the little Calf too“ v. Jane Milton u. Deborah Hinde, Allen & Unwin)

Eselsohr-Galerie

Sophie Schmid hat Kommunikationsdesign an der Fachhochschule München und Freie Malerei und Grafik an der Kunstakademie München studiert. Seit 1995 ist sie als freischaffende Illustratorin und Autorin tätig. Daneben unterrichtet sie seit 1998, u.a. an der Bauhaus-Universität in Weimar, der Theaterakademie in München und der Faber-Castell-Akademie in Nürnberg. Zurzeit hat sie einen Lehrauftrag für Illustration an der Hochschule Pforzheim und ist Dozentin an der Akademie für Mode und Design in München. Außerdem stellt sie regelmäßig freie Arbeiten aus. (Foto: © Christine Paxmann)

Rubriken

  • Eselsohr-Galerie: Sophie Schmid
  • Im Porträt: Wie gedruckt – Bilderbuchprofi Sophie Schmid von Christine Paxmann
  • Kalender: Ruhe an der Wand von Christine Paxmann
  • 4 Jungen, 4 Bücher: Lektüreempfehlungen für Jungen?
  • Besonders im Hörbuch: Grüne Daumen hoch! – Stimmen der Natur von Lothar Sand
  • Glosse: Der Geist der Dinge oder: Können Bücher weg? von Christine Paxmann
  • News, Termine
  • Messehighlights Frankfurt
  • Die Buecherkinder lesen!/Die Besten 7
  • Vorschau/Register/Impressum

Thema

  • Ermutigt euch! von Kathrin Köller
  • Einhörner gibt es nicht … von Sigrid Tinz
  • Kommentar: Ökologisch lesen – geht das? von Sigrid Tinz

Extra

  • Spieglein, Spieglein an der Wand – wer sind die Schönsten im ganzen Land?
    von Birgit Franz
  • lesenbayern von Christine Paxmann

Blickpunkt

  • Das Meer ist immer nah in Neuseelands Kinderbüchern von Karl-Heinz Behr
  • Schätze sind zu heben! von Heike Brillmann-Ede

Erlesen

  • Bilderbuch
  • Kinderbuch
  • Hörbuch
  • Jugendbuch
  • Sachbuch

Esel des Monats

Astrid Frank/Regina Kehn (Illu.): Uli Unsichtbar. Urachhaus 2018, 96 S., mit Plakat, ab 7, € 14,– (D), € 14,50 (A). ISBN 978-3-8251-5164-5

Sanft, aber oho!

(...)
Uli ist einer von der stillen Sorte. Als er mit seinen Eltern umziehen muss, kommt von ihm kein Drama. Kein lautstarker Unmut. Dennoch, Uli macht sich Sorgen: Er fremdelt mit der neuen Umgebung und fühlt sich allein. Was, wenn er keine Freunde findet? Wie wird er in der neuen Schule zurechtkommen? Werden die anderen Kinder ihn mögen? Ausgerechnet, als er sich am ersten Schultag vorstellen soll, stottert er. Statt seines Namens kommt ihm nur ein „U-U-Uhu“ über die Lippen. Er wird ausgelacht und ist fortan für alle nur noch der Uhu. Uli ist wie gelähmt, zieht sich immer mehr in sich zurück. Selbst erste zarte Freundschaftsbande scheinen wieder zu verdorren. Auf Spott folgt ignorieren.
Uli wird unsichtbar. (...)
Die stille Kraft des Titelhelden zieht sich nicht nur durch die Sprache Franks, sondern auch durch das äßere Erscheinungsbild von Illustration und Text. Beides kommt nämlich nicht im starken Kontrast von Schwarz-Weiß daher, sondern in zurückhaltenden Grautönen. Als wollten auch sie sich dem Lesenden, respektive Betrachtenden nicht aufdrängen.
(...)
„Uli Unsichtbar“ ist ein gelungenes Gesamtkunstwerk, das sowohl sprachlich als auch grafisch und haptisch die Wesensart des Titelhelden spiegelt. Erst spät wird beim Namen genannt, was hier eine verheerende Eigendynamik entwickelt hat. Denn lange ist dies weder der Lehrerin noch den Kindern selbst klar. Doch Frank belässt es nicht dabei, sie zeigt einen überzeugenden Ausweg auf und lässt ihre Protagonisten gemeinsam eine Strategie gegen Mobbing entwickeln.
(...)

Sylvia Mucke

mehr im Eselsohr 10/2018, S. 27

Bulletin: Beilage in dieser Ausgabe

Georgien Special

(Ehrengast 2018 in Frankfurt)

Inhalt

  • Ein Markt erfindet sich: Bilder & Bücher – die neue Sprache (Christine Paxmann)
  • Weltweit in Georgien: Ein Land holt sich, was es braucht (Hendrik Hellige)
  • Genatsvale oder: Wie „Mein Bild von Georgien“ entstanden ist (Ulrike Nickel)
  • Illustrationswelten: 5. Fachforum der Akademie Volkach (Claudia Pecher)
  • Mit Georgien Bücher machen: Deutschsprachige Verlage, die Pionierarbeit leisten (Christine Paxmann)
  • Spezialisten: Edition Orient verbindet Ost und West (Interview mit Stephan Trudewind)
  • Crossover allover: Vernetzt weltweit (Christine Paxmann)
  • Büchermenschen in Georgien: Bildergalerie und Termine (Christine Paxmann)
Rückschau September 2018