Mai 2019

Themen

  • Vielfalt im Kinderbuch
  • Genderfalle adé?
  • Natur im Sachbuch
  • Fantastisches
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Vorherige Ausgabe April 2019

Inhalte dieser Ausgabe

Vielfalt im Kinderbuch

Vielfalt in Kinderbüchern ist wichtig. Denn wenn sich die Kinder in den Büchern nicht wiederfinden, braucht man sich nicht zu wundern, warum sie nicht lesen. Trotzdem kann man vieles falsch machen. Immer wieder schleichen sich Klischees und Kränkungen in Geschichten. Oft handelt es sich dabei um Motive, die sich über Generationen in unserem Unterbewusstsein festgesetzt haben. Und von Buch zu Buch werden sie weitergetragen. Meist unabsichtlich. Wie kann man Vielfalt abbilden, ohne genau diese Klischees zu bedienen? (Abb.: „Ich mag ...“ v. Constanze von Kitzing, Carlsen)

Genderfalle adé?

Wer in den 1980er Jahren Kind war, ist nicht mit so einer Vielzahl an Kindergeschichten aufgewachsen, wie man sie heute in Kinderzimmer schleppen kann. Aber die Bücher, die im Kinderzimmer der 1980er Jahre landeten, enthielten eine beträchtliche Anzahl an Charakterköpfen. Für die jüngeren Leser ebenso wie für die Älteren, von Pippi über Ronja und Momo bis zur roten Zora. Doch wo sind diese eigenwilligen Vorbilder heute? (Abb.: „Juli & August“ v. Alexander von Knorre, dtv junior)

Eselsohr Galerie

Paul Giraud wurde 1982 in der Nähe von Paris geboren. Aufgewachsen ist er auf dem Land zuerst in der Provence, dann im Périgord. Nach dem Abitur studierte er in Bordeaux Kunst und Kunstgeschichte. Seit 2006 arbeitet er als Illustrator und Grafikdesigner. Nach Stationen in Rom, Marseille, Berlin und Leipzig lebt Paul Giraud heute in Münster, wo er für eine Werbeagentur tätig ist. (Foto: © privat)

Da Vinci zum 500.

2019 jährt sich der Todestag von Leonardo da Vinci zum 500. Mal, geboren 1452 unweit von Florenz, 1519 gestorben und begraben im fernen Frankreich. Ein innovativ-rastloser Geist, Schöpfer der Mona Lisa und filigraner Zeichner der Anatomie des Menschen. Ein leidenschaftlicher Denker, der Grenzen sprengte, auf der Suche nach den Gesetzen von Bewegung und Kraft. Drei Publikationen laden ein, Leonardo unbefangen zu begegnen. (Abb.: „Leonardo da Vinci“ v. Christine Schulz-Reiss, illustr. v. Paolo Fritz, Kindermann)

Rubriken

  • Eselsohr-Galerie: Paul Giraud
  • 4 Jungen, 4 Bücher: Ab nach draußen! von Eva Maus
  • Kalender: Bäume fürs Leben von Christine Paxmann
  • App des Monats: Hören, Sehen, Entdecken – ganz in Grün von Marlene Zöhrer
  • News, Termine
  • Die Buecherkinder lesen!/Die Besten 7
  • Vorschau/Register/Impressum

Thema

  • Selbstverständlich vielfältig – gut gemeint ist noch nicht gut gemacht von Cally Stronk
  • Raus aus der Genderfalle von Kathrin Köller
  • Vorhang auf für „Augenblick mal!“ von Margit Lesemann
  • Alles Röcke wie Hosen? von Karin Gruß

Im Porträt

  • „Eine große Symphonie“ – die aufgeweckten Bildwelten des Paul Giraud von Margit Lesemann
  • Alles nur ein Traum! Der amerikanisch-tschechische Bilderbuchkünstler Peter Sís von Siggi Seuß
  • Mai im Mai! von Christine Paxmann

Blickpunkt

  • Adam ist der Chef im Ring – die Bibel für Kinder übersetzt von Roland Mörchen
  • Ein Genie, drei Perspektiven – Leonard da Vinci zum 500. Todestag von Heike Brillmann-Ede

Extra

  • Bilderstrecke: Bologna 2019 von Christine Paxmann
  • Eine Raupe im besten Alter von Christine Paxmann

Erlesen

  • Pappbuch
  • Bilderbuch
  • Kinderbuch
  • Jugendbuch
  • Sachbuch

Esel des Monats

Mirjam Pressler: Dunkles Gold. Beltz & Gelberg 2019, 336 S., ab 14, € 17,95 (D), € 18,50 (A).
ISBN 978-3-407-81238-4

Liebe, Hoffnung, Antisemitismus

Gerade weil in ganz Europa wieder das Gespenst des Antisemitismus umgeht, steht Mirjam Presslers letzter Roman da wie ein Vermächtnis. Die Autorin und Übersetzerin, eine große Stimme der deutschen Kinder- und Jugendliteratur, ist im Januar nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Eines ihrer Lebensthemen war jüdisches Leben in Deutschland.
In „Dunkles Gold“ schlägt sie die erzählerische Brücke von den mittelalterlichen Pestpogromen zu aktuellen Entwicklungen.
(...)
Dabei geht es nicht um dröge politische Korrektheiten, vielmehr um große Gefühle: erste Liebe, zehrende Hoffnungen, Umgang mit Verlusten, Verantwortung und dem Erwachsenwerden. Das liest sich enorm spannend und geht quasi übers Herz ins Hirn. So wie Mirjam Pressler gesagt hat, wünscht man sich Literatur: „Ich weiß nicht, was aus meinem Leben ohne Bücher geworden wäre.“
Anita Westphal-Demmelhuber

(mehr dazu im Eselsohr 05/2019, S. 27)

Rückschau April 2019