September 2017

Themen

  • Space Opera Revival
  • Jugendgewalt
  • Kinderkalender 2018
  • „Böse Bücher“
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Aktuelle Ausgabe August 2017

Inhalte dieser Ausgabe

Science Fantasy

Sie sind wieder da! Nach den ewigen Vampiren, Engeln, Elfen, Zauberschulen rollt jetzt auch die nächste Welle der Weltraum-Opern durch die Junge-Erwachsene- bzw. All-age-Romane. Man kann da schon von einem Space Opera Revival sprechen. Hier können sich zukünftige Connaisseure schon mal – mehr oder weniger gut – für Klassiker (und Meisterwerke) wie Simmons’ Hyperion-Gesänge oder Herberts Wüstenplanet warmlesen. (Abb.: „Creature“ von Morton Rhue, Ravensburger)

Jugendgewalt

Jugendgewalt ist ein echtes gesamtgesellschaftliches Problem. Daher setzen sich auch Jugendbücher immer öfter mit ihr auseinander. Das Eselsohr sprach mit den Autoren von Befreiungsschlag, Stefan Gemmel und Uwe Zissener. Im Mittelpunkt dieses Jugendromans stehen jugendliche Straftäter in einem behördlich verordneten Antiaggressionstraining und ihre Suche nach Wegen aus der Gewalt. (Abb.: „Befreiungsschlag“, Arena)

Kinderkalender 2018

Kinderkalender = Disney + Blockbuster, Rest Kinderbuchillustrationen. Auf diese reduzierte Formel lässt sich der Markt der Kinderkalender bringen. An den Wänden der mit viel Liebe und Aufwand eingerichteten Kinderzimmer hängen mehrheitlich Minions, Trolls, Bibi & Tina, Sesamstraße & Co. Doch das kann nicht alles sein. Wir stellen Alternativen vor. (Abb.: „Arche Kinderkalender 2018“)

Eselsohr-Galerie

Dieter Braun, Jahrgang 1966, studierte an der Universität/GH-Essen (Folkwangschule) Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Illustration. Nach Aufenthalten in Berlin und Mailand lebt und arbeitet er in Hamburg. zu seinen Auftraggebern zählen Werbeagenturen, Verlage und Magazine wie Stern, Newsweek, Wall Street Journal, New York Times und viele mehr. Seit den 2000er Jahren ist er als Autor verschiedener Kinderbücher tätig. (Foto: © Enver Hirsch)

Rubriken

  • Eselsohr-Galerie: Dieter Braun
  • IO Spot: Social Media für Illustratoren von Johanna Fritz
  • App des Monats: Löwe in Leselaune von Marlene Zöhrer
  • 4 Jungen, 4 Bücher: Ab nach draußen! von Eva Maus
  • News, Termine
  • Die Buecherkinder lesen!/Die Besten 7
  • Vorschau/Register

Thema

  • Im Weltall hört dich niemand knutschen von Johannes Rüster
  • Wege aus der Aggression … (Interview: Stefan Gemmel, Uwe Zissener) von Heike Brillmann-Ede

Im Porträt

  • Living the Dream (da bux Verlag) von Heike Brillmann-Ede
  • Von der Übersetzung der Natur in Kunst – das Werk Dieter Brauns von Kathrin Köller
  • Schimmelreiter und Häwelmäner – Bücher zum 200. Geburtstag Theodor Storms von Roland Mörchen

Blickpunkt

  • Kinderbücher an Kinderzimmerwänden – Kinderkalender 2018 von Birgit Franz
  • Böse Bücher: Zombies, Vampire, Mumien von Sigrid Tinz

Erlesen

  • Pappbuch
  • Bilderbuch
  • Kinderbuch
  • Hörspiel
  • Graphic Novel
  • Jugendbuch
  • Sachbuch

Esel des Monats

Antonie Schneider/Julie Völk (Illu.): Ist Ida da? Mixtvision 2017, 32 S., ab 3, € 14,90 (D),
€ 15,40 (A). ISBN 978-3-95845-073-6

Von Spiel und Sinn

(...) Der Hase schaut gelangweilt in ein Buch, der Frosch versucht zu angeln und die Katze zu schlafen. Und der Bär hockt betrübt neben einer Sandburg. Dabei könnte es so schön sein in dem niedlichen Garten mit Blumen und Bäumen, mit Schaukel, Puppentheater und Kaffeekränzchen-Bestuhlung. Doch irgendwie fehlt was. Nein, irgendwer! Ida ist nicht da, aber leider ist ohne Ida „aaalles laaaangweilig“. Wer Ida eigentlich ist, erfährt man am Schluss des wunderhübschen Bilderbuches Ist Ida da?
Zu Antonie Schneiders sparsamem, lautmalerischem Text (...) sehen wir die Tiere mal hochkonzentriert, mal deprimiert einem herbeigewünschten Ereignis entgegenfiebern. Der Hase wartet schon an der forte, die Katze beäugt den Kaffeetisch und der Frosch fischt Tassen aus dem Teich. Dabei kommen uns diese Tiere mit ihren leicht kegelförmigen Körpern, zärtlich kauzigen Gesichtern und Fellen wie duftig gestrickte Pullis vor wie gute alte Bekannte. Sie sind Spielkameraden-Stellvertreter, Freunde, Kumpel und von Völk in gewohnt ausgesuchter Feinheit mit Bunt- und Bleistift gezeichnet. Die Konturen lässt sie manchmal in hingehauchten Pünktchen ausflocken. Ihre Illustrationen spiegeln Verspieltheit, aber auch Kostbarkeit und Zerbrechlichkeit alles Lebendigen wider. Natürlich hat Völk, wie stets, witzige und hintersinnige Details versteckt.
(...)
Ruth Rousselange

(mehr dazu im Eselsohr 09/2017, S. 14)

Rückschau August 2017