Juli 2017

Themen

  • Erstleser & Zweitleser
  • Comic & Graphic Novel
  • Sommerschmöker
  • Künstlerporträts
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Inhalte dieser Ausgabe

„Easy Reading“ mit Comics

Ja, Lesenlernen ist ein ernstes Thema. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb tut ihm eine Portion Humor und Lachen sehr gut. Wie alles andere auch fällt es uns viel leichter, wenn wir dabei ordentlich Spaß haben. Gerade Comics daher bestens fürs Lesenlernen geeignet – und das nicht nur wegen ihres großen Unterhaltungswerts. (Abb.: „Ariol, Bd. 7“ von Emmanuel Guibert und Marc Boutavant, Reprodukt)

Künstler! Künstler!

Was wäre die Bücherwelt ohne sie? Zumindest deutlich kleiner und auch deutlich weniger farbenfroh. Von all den vielen jungen Talenten und gestandenen Koryphäen der Kinder- und Jugendliteratur unsere Auswahl im Juli: die Illustratoren Antje Drescher (Eselsohr-Galerie) und Anke Bär, Wolf Erlbruch, jüngst ALMA-Preisträger, den Autor Hermann Schulz und die Comic-Künstlerin Barbara Yelin. (Abb.: „Irmina“ von Barbara Yelin, Reprodukt)

Sommerzeit – Schmökerzeit

Im Sommer darf es ja gerne etwas länger sein. Einige solcher seitenstarken Sommerschmöker stellen wir hier vor. Es geht – natürlich – um Liebe und Sehnsüchte: gebrochene Herzen, gar göttliche Liebesirrungen und -verwirrungen, aber auch ums Erwachsenwerden und erste Schritte gen Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. (Abb.: „Der Sommer, in dem alle durchdrehten (außer mir!)“ von Endre Lund Eriksen, Kosmos)

Eselsohr-Galerie

Antje Drescher, geboren 1972 in Rostock, studierte an der HAW in Hamburg Illustration; dort lebt, arbeitet und spaziert sie seitdem. Dabei hält sie die Augen offen nach kleinen Tieren, dem Unentdeckten im Alltäglichen und anderen fantasieanregenden Phänomenen. Ihre Illustrationen waren in verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. 2015 wurde „Der Ernst des Lebens“ (Text v. Sabine Jörg, Thienemann) für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis nominiert. (Foto: © privat)

Rubriken

  • Eselsohr-Galerie: Antje Drescher
  • IO Spot: In jedem Thema eine ganze Welt von Anke Bär
  • 4 Jungen, 4 Bücher: Das richtige Buch von Eva Maus
  • News, Termine
  • Die Buecherkinder lesen!/Die Besten 7
  • Vorschau/Register

Thema

  • Lest Comics! von Kathrin Köller 6
  • Mit Comics liest es sich leichter! von Frank Sommer 8
  • Lesen lernen auf der hellen Seite der Macht von Sigrid Tinz 9
  • Erstleser und der Zeitgeist von Sylvia Mucke 10

Im Porträt

  • „Überall gibt es etwas zu entdecken“ – die Illustratorin Antje Drescher von Margit Lesemann
  • Wolf Erlbruch: „Mein erster Schrei war: Papier!“ von Ulrich Störiko-Blume
  • „Die Tür offen halten!“ Hermann Schulz – ein Nicaraguaner „honoris causa“ von Karin Gruß
  • Frauenleben – Barbara Yelins grafische Erzählkunst von Ruth Rousselange
  • Herzensanliegen zum Programm gemacht von Renate Grubert

Blickpunkt

  • Bilder sehen – Wörter lernen von Sigrid Tinz
  • Sonne – Flirten – Sommer – Ferien von Birgit Franz
  • Weil wir’s können – warum Feminismus Schulfach sein sollte von Christine Paxmann

Extra

  • „Kinder entdecken Bücher“ – ein Lesefestival der besonderen Art von Margit Lesemann
  • Deutsch-Französischer Jugendliteraturpreis 2017 von Nicola Bardola

Erlesen

  • Pappbuch
  • Bilderbuch
  • Kinderbuch
  • Jugendbuch
  • Comic
  • Sachbuch

Esel des Monats

Sonja Eismann: Ene, mene, Missy. Die Superkräfte des Feminismus. Fischer KJB 2017, 256 S., ab 13,
€ 12,99 (D), € 13,40 (A). ISBN 978-3-7335-0258-4

Leichtfedrig und souverän

(...)
Sonja Eismann, Missy-Magazin-Mitherausgeberin und Autorin von Ene, meine, Missy!, ist Jahrgang 1973. Das ist insofern interessant, als die Autorin zur Generation der dritten Feminismus-Welle gehört und eventuell auch aus diesem Grund so überaus leichtfedrig und souverän über einen schweren Begriff referieren kann. Dem 250 Seiten starken Manifest, Lexikon, Aufklärungswerk, Sach- und Wachbuch haftet null Dogmatik oder Sektierertum an. Dafür enthält es jede Menge Fakten, Aufklärungsmaterial und Wissenswertes zum Thema Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frauen.
Neben der historischen Faktenlage – was, wann, wo, wer – reichert Eismann ihre überaus flüssig zu lesenden Passagen mit O-Tönen von Feministinnen und Feministen aus vielen Epochen an. Das ist umso erstaunlicher, als man sieht, dass es durchaus bereits im 15. Jahrhundert Frauen gab, die alle Schieflage im Geschlechterbetrieb in mangelnder Bildung sahen. Oder dass Frauen mit mehrfacher Benachteiligung (schwarz, Sklavin, Analphabetin) es zu historisch wegweisenden Reden und Manifesten brachten. (...)
Eismann macht Streifzüge in die Geschichte der Mode, der Sprache, der Arbeitswelt, der Normen und muss nicht lange Fälle suchen, um die Notwendigkeit des Feminismus darzulegen. Dabei schlägt sie einen stets versöhnlichen, open minded Ton an.
(...)
Christine Paxmann

(mehr dazu im Eselsohr 07/2017, S. 29)

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