Februar 2019

Themen

  • Autoren & Illustratoren
  • Große und kleine Gefühle
  • Tierisches Sachbuch
  • Mit Bulletin: KJL Tschechiens
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Vorherige Ausgabe Januar 2019

Inhalte dieser Ausgabe

Autoren & Illustratoren

Im Mittelpunkt dieser Ausgabe stehen die Menschen hinter Erfolgen der Kinder- und Jugendliteratur (KJL), sowohl in unseren Kreisen bereits einschlägig bekannte wie Erich Kästner, der in diesem Jahr gleich zwei Anlässe liefert, seiner zu gedenken, oder brandaktuell Jeff Kinney mit seinem inzwischen 13. (!) Greg-Band. Die Bandbreit geht von realistischer Hysterie über fröhlich-turbulente und dabei stets gefühlsechte Abenteuer bis hin zu bislang bei uns eher unbekannten Wegbereitern von Diversität sowie ewig aktuellen Werten. In den Reigen der Kreativen gesellen sich auch herausragende Bilderbuchkünstlerinnen. (Foto: Jeff Kinney, © Olivier Favre)

Große und kleine Gefühle

Gefühlsselig muss nicht unbedingt schlecht sein, obwohl der Begriff nicht immer die schönsten Assoziationen auslöst. Jedenfalls zeigen uns in dieser Ausgabe vor allem Bilderbücher, wie wir mit dem Ansturm der Emotionen, den wir nun einmal alle erfahren – von frühesten Kindesbeinen an –, umgehen können. Auf dass wir ihnen nicht hilflos ausgeliefert sind oder sie uns gar gleich umhauen. Dabei laufen besagte Bilderbücher zur Hochform auf. Auch Erwachsene sollten sich diese kleinen Schätze nicht entgehen lassen! (Abb.: „Das Farbenmonster“ v. Anna Llenas, Jacoby & Stuart)

Tierisches Sachbuch

Die brandaktuellen Frühjahrsnovitäten lassen keinen Zweifel zu: 2019 wird ein gutes Sachbuch-Jahr werden. Die Verlagsvorschauen haben durchweg Hoffnungen geweckt und die ersten neuen Bücher beweisen gleich Bandbreite beim starken Thema „Tiere und Natur“. Wir haben uns einige der frühen Trendsetter herausgepickt, nicht nur zum Schwerpunkt „Tiere“, sondern auch zu „Wald“ und ganz allgemein zur Natur. (Abb.: „Wie Tiere denken und fühlen“ v. Karsten Brensing, illustr. v. Nikolai Renger, Loewe)

Eselsohr-Galerie

Lena Hesse, geboren 1981 im Sauerland, studierte Design an der Fachhochschule Münster und an der Escuela de Arte y Diseño in Valencia. Ihr Debüt „Fred und Anabel. Eine Liebesgeschichte“ erschien noch während des Studiums im Kinderbuchverlag Wolff. Seither folgten viele weitere Bücher in verschiedenen Verlagen. Außerdem arbeitet Lena Hesse für Spielehersteller wie Zoch, Piatnik und Noris sowie für Werbeagenturen und kulturelle Institutionen, beispielsweise den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und das Goethe-Institut. Lena Hesse lebt in Berlin. (Foto: © Julia Dürr)

Rubriken

  • Eselsohr-Galerie: Lena Hesse
  • Besonders im Hörbuch: Riot grrrls reloaded von Lothar Sand
  • 4 Jungen, 4 Bücher: Wunderschöne Welterklärer von Eva Maus
  • News, Termine
  • Die Buecherkinder lesen!/Die Besten 7
  • Vorschau/Register

Im Porträt

  • Jeff Kinney – ein Glücksfall für die Leseförderung weltweit von Nicola Bardola
  • Die mit dem Hund schreibt – Dagmar H. Mueller von Maren Bonacker
  • John Steptoe – Wegbereiter von Diversität von Antje Althans
  • Mit leichter Hand – Erich Kästner soll hochleben von Roland Mörchen
  • Eselsohr-Galerie: Witzig und ideenreich – die Berliner Künstlerin Lena Hesse von Margit Lesemann
  • Bilder-Buch-Kunst – alles handmade! (Susanne Smajic) von Heike Brillmann-Ede

Blickpunkt

  • Fröhlichkeit ist gelb von Karl-Heinz Behr
  • Neue Sicht aufs Kindergedicht von Ulrich Störiko-Blume
  • Interaktiv in die Zukunft des Lesens von Renate Grubert

Erlesen

  • Bilderbuch
  • Kinderbuch
  • Sachbuch

Esel des Monats

Charlotte Habersack/SaBine Büchner (Illu.):
Der Schusch und der Bär. Ravensburger 2019,
32 S., ab 3, € 12,99 (D), € 13,40 (A).
ISBN 978-3-473-44710-7

Lebenslektion: Glück

Was manche ihr Leben lang nicht lernen oder erst spät (manchmal zu spät) erkennen, kann man mit Charlotte Habersacks und SaBine Büchners neuem Schusch-Bilderbuch quasi schon gleich vom Start weg mitbekommen: Geld ist nicht alles und Besitz kann eine ganz schöne Last sein. Das erfährt nämlich – ganz ohne erhobenen Zeigefinger – der Bär, der von seinem wohlverdienten Reichtum bald schier erdrückt zu werden droht.
(...)
Auch Der Schusch und der Bär ist wieder eine echte Charmeoffensive grundsympatischer Protagonisten. Der Text hat es sowieso in sich, er ist so pointiert wie weise. Hallt im Leser und Hörer lange nach und gräbt sich tief ein. Das nenne ich beste frühkindliche Werteprägung. Aber die Welt, die SaBine Büchner dazu in ihren Bildern entstehen lässt, steht der Geschichte Charlotte Habersacks in nichts nach. Vertieft man sich in ihre Illustrationen, eröffnet sich eine ganze zusätzliche Geschichtenlandschaft.
Dieses Bilderbuch möchte wieder und wieder gelesen und betrachtet werden, und auch beim 1000. Mal stößt man noch lange nicht auf den Grund dieser schier unerschöpflichen Quelle. So einen großäugigen Schusch, dem es in seiner scheinbaren Naivität im Nu gelingt, in Schieflage geratene Werte und Prioritäten wieder geradezurücken, wünscht man jedem Kind zur Seite und noch mehr vielleicht den Erwachsenen, die ja in der Welt des Materiellen nur allzu oft auf Abwege geraten.
(...)
Sylvia Mucke

(mehr dazu im Eselsohr 02/19, S. 11)

Bulletin: Beilage in dieser Ausgabe

Tschechien und sein KJL

(Ehrengast 2019 in Leipzig)

Inhalt

  • Böhmische KJL ist anders: Literatur für Querdenker (Christine Paxmann)
  • Ahoj ahoj!: Zur Lage der tschechischen Kinderliteratur (Siggi Seuß)
  • Ambition und Vision: Der Karl Rauch Verlag und die böhmische Avantgarde (Christine Paxmann)
  • Der poetische Holzhammer: Die tschechisch-deutsche Melange des Jaromir Konecny (Christine Paxmann)
  • Ungewöhnliches Lizenzgeschäft: Die Sockenanarchie (Christine Paxmann)
  • Wiederentdeckt (Christine Paxmann)
Rückschau Januar 2019